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<pre>Die Herthaner waren bislang alles andere als ein Garant für Torfestivals: 29 Tore fielen, wenn die „Alte Dame“ in den bisherigen elf BL-Partien auf dem Feld stand (im Durchschnitt 2,6/Spiel). Die Partie gegen Wolfsburg (3:3) unmittelbar vor der Ligaunterbrechung war die berühmte Ausnahme von der Regel.  <p> Das einzige was den Hamburgern etwas Mut machen sollte: All diese sportlichen Bankrotterklärungen gab es in München. Zu Hause im heimischen Volkspark konnte sich der HSV in den letzten Jahren gegen die Bayern immer sehr anständig aus der Affäre ziehen.  <p>  Wird aus diesen Spielen das Optimum herausgeholt, wären dann wohl selbst abschließende Niederlagen in Bremen und Darmstadt kein Problem: Intern aufgemachte Rechnungen gehen in jedem Falle davon aus, dass sich der Status quo mit drei weiteren Siegen über den Zielstrich retten lässt. <p> In dieser Not musste bereits die in der Relegation an den Tag gelegte Mentalität den entscheidenden Ausschlag geben; immerhin hatte schon der Sieg gegen den KSC gezeigt, dass es sich insbesondere für die Spieler der objektiv schlechteren Mannschaft lohnt, bis zur letzten Sekunde gemeinsam an einem Strang zu ziehen. <p>  Einen entscheidenden Anteil an der unerwartet rasch vollzogenen Rehabilitation trägt — wie bereits erwähnt — Jürgen Kramny, der nach dem Paukenschlag gegen die Wölfe von Sportvorstand Robin Dutt kurzerhand zum Cheftrainer befördert wurde.  </pre>


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<pre>Bevor es am 14.0zum Derby gegen den FC Bayern kommt, haben es die bayrischen Schwaben folglich auf neun Zähler gegen die Hertha, Frankfurt und Ingolstadt abgesehen — eine durchaus realistische Mission, der wohl allenfalls die formstarken Berliner in die Quere kommen können.  <p> Zumindest in Hannover prophezeien die Wettanbieter den Schalkern aber wieder ein Erfolgserlebnis. Wohl auch deshalb, weil kein anderes Bundesliga-Team daheim dermaßen wenige Punkte einheimsen konnte wie die Niedersachsen.  <p>  Bei den Gastgebern dürfte sich aber die Begeisterung darüber in Grenzen halten, dass es nun schon wieder gegen einen unmittelbaren Tabellennachbarn ums nackte Überleben geht — den entsprechenden Bedarf hatte spätestens das vorwöchige Debakel beim FC Augsburg gedeckt. <p> Bei Eintracht Frankfurt gegen SC Freiburg sind wir bereits auf die Ausgangsposition im Kampf um Europa eingegangen. Die Chancen der Adler sind jedoch überschaubar, mehr Konzentration wird da wohl dem DFB-Pokal-Finale gegen Leipzig gelten. Frankfurt feierte mit dem 3:0 gegen Mainz zwar den ersten Sieg seit 18. Februar, enttäuschte aber die Woche drauf mit dem 2:2 auf Schalke. <p>  Die vor allem für die Psyche aus diesem Last-Minute-Sieg erhofften Langzeiteffekte schienen danach in Ingolstadt tatsächlich erstmals feststellbar zu sein: Gegenwärtig reiten die Berliner eine Welle, die durchaus auch ein weiteres Mal den FC Schalke überspülen kann.  </pre> 


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<pre> Der Punktgewinn bei dem Anwärter für einen Platz in der Champions League ist zwar noch keine Trendwende, aber zumindest ein Hoffnungsschimmer.  <p> Gegen eine geradezu beschämend lethargische Werkself legten die Gäste ihre vornehme Zurückhaltung praktisch schon nach dem Überstreifen ihrer Leibchen ab — und entkräfteten damit den Vorwurf, lediglich zu Abwehrschlachten in der Lage zu sein.  <p>  Wenngleich ein solch hoher Sieg nicht sonderlich realistisch klingt, dürfen sich die Westfalen keineswegs zu sicher fühlen: Knüpft Hoffenheim an die überragende erste Stunde im Weserstadion an, könnte den Augsburgern durchaus eine historische Niederlage blühen. <p>  Gegen Bayer Leverkusen haben die Charlottenburger schon lange keinen Sieg mehr feiern können, den letzten gab es im März 2009. Seitdem stehen lediglich vier Unentschieden zu Buche, in den jüngsten vier Aufeinandertreffen setzte es ausschließlich Niederlagen. Am Samstag könnte diese Durststrecke aber zu Ende gehen. <p>  Nachdem jene 3 Kombiwetten allesamt ihr Ziel verfehlten, sollte die Leidenszeit nun aber schon an dem in diesen Tagen steigenden 28. Spieltag der Bundesliga stante pede wieder zu Ende gehen.  </pre>


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<pre> So war beispielsweise die Nullnummer gegen den HSV unmittelbar vor der Länderspielpause noch von weitgehend leergefegten Strafräumen geprägt; auch gegen die Bayern, Freiburg, Hertha & Co hatte es zuvor oftmals schon an den berühmten zündenden Ideen gefehlt.  <p> Nichtsdestotrotz sollte es für den BVB gegen den FC Augsburg für einen Heimsieg reichen.   <p> Zumindest Zweiteres dürfte sich jedoch am Samstagnachmittag erübrigen. Schließlich treffen die ausgeruhten Herthaner dann auf einen Gegner, der aller Voraussicht nach schwer vom königlichen Achtelfinal-Hinspiel am Mittwochabend (20:45 Uhr gegen KAA Gent) gezeichnet sein wird. <p>  Allerdings ist Frankfurt im bisherigen Saisonverlauf die drittbeste Auswärtsmannschaft. Sieben Punkte holte die Eintracht aus den vier Gastspielen und kassierte dabei nur zwei Gegentreffer. Beide Siege waren ein 1:0 (in Gladbach, in Köln), das Remis ein 0:0 (in Freiburg).  <p> Weil selbst an guten Tagen aber wohl kaum an einen Bremer Sturmlauf zu denken ist, kann das Spiel im Falle der von mir erhofften Punkteteilung eigentlich nur mit 0:0 bzw. 1:1 zu Ende gehen.  </pre>


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<pre> Somit haben es die 96er vor allem in den letzten beiden Partien sträflich versäumt, sich mit aller Entschlossenheit an die Fleischtöpfe der Bundesliga heranzupirschen. Gar nicht so abwegige Siegen gegen die Wölfe und den HSV hätten dem Team gar Zugang zum obersten Tabellendrittel verschafft.  <p> „Wir haben jetzt die Situation, dass die verletzten Spieler so langsam wiederkommen. Dann können wir noch mehr Qualität auf den Platz bringen und vernünftiger wechseln“, blickt deshalb auch Zorc wieder optimistischer in die Zukunft.  <p>  Dass die Defensive funktioniert belegt auch die Bestmarke, den Hertha-Goalie Rune Jarstein aufgestellt hat: Mit 267 Saisonminuten ohne Gegentor sorgte er für einen neuen Bundesliga-Startrekord bei der Hertha (bisher 198 Minuten). <p>  Dabei zeigen die in der Sommerpause zu beklagenden Abgänge von Wagner, Rajkovic, Mathenia & Co., dass sich die Konkurrenz sogar ausgesprochen gern an den in Darmstadt gestählten Spielern bedient — zumal diese in den letzten Jahren stets verlässlich über sich hinausgewachsen sind.  <p> für meine Tippscheine erweisen sich die Positionskämpfe im Tabellenkeller in den kommenden Tagen allerdings als mindestens ebenso interessant:  </pre>


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